Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Nachdenken übers Texten, Erzählen, Heiraten … Leben


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Montagmorgen #156: Gastfreundschaft

Was macht eigentlich einen guten Gast aus? Und was verdient ein Mensch, der kein guter Gast ist? Na??? – Eine kleine Geschichte aus einem der vielen Frau-Wolle-Bücher illustriert das auf ziemlich radikale Weise.

In den letzten drei Wochen durfte ich Gast sein, ja, ich durfte quasi in ein fremdes Leben hineinrutschen. Ich durfte auf der Suche nach einem Handtuch und dem Staubsauger fremde Schränke öffnen. Ich durfte aus Gläsern trinken und von Tellern essen, die mir nicht gehören. Ich durfte ganz allein herausfinden, welcher Drehknopf welche Herdplatte einschaltet, und vieles mehr. Bei jeder dieser Entdeckungen ist mir aufgegangen, wie viel Vertrauen von Seiten meiner Gastgeberin ich gerade genieße: Ich darf all das!


Darum an dieser Stelle ganz öffentlich: Herzlichen Dank für das Vertrauen – an S. und an alle vergangenen und zukünftigen Gastgeber*innen, die mich gelehrt haben und lehren werden, vertrauensvoll zu nehmen!

Bern


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Montagmorgen #155: Nostalgie

Bern, Sonntagmorgen, Sonnenschein, Münsterplattform … und auf einmal sind die Erinnerungen an den Sommerabend vor 29 Jahren wieder da, als ich zum ersten Mal hier stand. Ich verstehe, warum ich mich damals in Bern verliebt habe. Ich sehe, dass es immer noch wunderschön hier oben ist. Und ich weiß, dass ich garantiert nicht hierher zurückkehren will. Das ist sehr beruhigend.


Kennst du solche Erinnerungen und Gedanken? Und was machst du damit?


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Mein Vierteljahrhundert

Elf von zwölf Interviews mit fantastischen Kundinnen und Kunden sind online. Gerade frisch: Das Gespräch mit Andreas Fischer, dem CEO der Schwab Feller AG. Die Frage ist ja, was Uhren und Texte gemein haben. Die Antwort liegt auf der Hand: Präzision. Wenn ein Zeitmesser die falsche Zeit anzeigt, ist das nicht sonderlich sinnvoll. Wenn ein Text Leserinnen und Leser auf die falsche Fährte führt auch.


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Montagmorgen #154: Zitternde Knie

Regelmäßig Neues auszuprobieren, ist ja eine tolle Sache. Ich habe am Samstag zum ersten Mal auf einem Stand-up-Paddelbrett gekniet. Die Aufstehversuche waren leider nicht von allzu viel Erfolg gekrönt, aber es werden sicher nicht die letzten Versuche gewesen sein. Die Frage ist doch, wie viel zittrige Knie ich aushalten und überwinden kann, um irgendwann sicher zu stehen. Das gilt nicht nur fürs Stand-up-Paddeln, sondern auch fürs „richtige Leben“. Wie viel hältst du aus? Und was machst du, wenn die Knie anfangen zu wackeln?


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Montagmorgen #153: Nostalgie in Zahlen

Robert Musil „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß und andere Erzählungen“. Seit März 1978 reist dieses Buch mit mir. Gelesen hatte ich es bis Seite 86 – dort zumindest steckte das Lesezeichen: Die Quittung, die ich beim Kauf des Buches im Haussortiment der Bertelsmann-Zentrale in Gütersloh ausgefüllt hatte. Oben rechts die Personalnummer, 71420 – und die erinnert mich an Zahlen, die in meinem Leben eine Bedeutung hatten.


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Montagmorgen #152: Erinnern

Euro 2020, Deutsche Handballmeisterschaft, Volleyballbezirksliga anno dunnemals – es wird gefeiert, und es wird geweint. In diesen Momenten gibt es nichts Wichtigeres auf der Welt als eben diesen einen Sieg, das verpasste Tor, die ach so ungeschickte Netzberührung. Und 20, 30, 40 Jahre später? Woran erinnerst du dich? Was ist noch da von der Feierlaune? Was hat dir damals aus dem „Loch“ herausgeholfen? … Tja, und vielleicht hilft dir das, was damals funktioniert hat, ja auch heute noch?


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Montagmorgen #151: Storytelling verändert

Zehn Jahre zurück … und ein aufregendes Projekt: Ich war als Geschichtenerzählerin und Geschichtenhörerin für den Sprachdienst der Schweizerischen Post unterwegs. Wir haben damals eine Menge bewegen können, haben Verständnis geschaffen und Veränderungen möglich gemacht.

Natürlich bist du herzlich eingeladen, noch einmal hier reinzuhören. Genauso schön könnte es sein, zurückzuschauen, an welche Projekte DU dich noch gerne erinnerst.

Eine gute Woche für dich!


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Montagmorgen #150: Endlich wieder live

Ein kleiner Rückblick auf den gestrigen Abend mit dem ersten Live-Auftritt seit Monaten. Einfach zum Mitfreuen 🙂


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Montagmorgen #149: Blamiere dich …

Mein Autoradio war kaputt. Nix zu hören, auf dem Bildschirm hielt sich konstant das Symbol für „stumm“. Die Werkstatt, die ich nach dem ersten Schrecken aufsuchte, hatte am frühen Samstagmorgen noch geschlossen, und so habe ich doch selbst die Bedienungsanleitung zu Rate gezogen.

Klar ist: Ich hätte mich, wäre ein Techniker vor Ort gewesen, ordentlich blamiert. Mein Freund Franz behauptet ja, man solle sich täglich blamieren, um nicht Gefahr zu laufen, überheblich zu werden. Drum bekenne ich mich hier zu dieser Fast-Blamage und wünsche eine vergnügliche Woche mit vielen Gelegenheiten, sich zu blamieren, und viel Geschick, die Blamage zu umschiffen.


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Montagmorgen #148: Feedback

Erinnerung an meine Coaching-Ausbildung: Selbst wenn ich das Gefühl hatte, meine Arbeit war gar nicht besonders gelungen, gab es Komplimente, Komplimente, Komplimente. Mich hat das eher verunsichert als gestärkt.

In den letzten Wochen ist mir das Thema „Feedback“ wieder des Öfteren begegnet, und die Sache mit den Komplimenten hat eine neue Facette bekommen: Coach und Coachee schauen gemeinsam zurück auf das, was gerade geschehen ist, und dann sagt der Coachee als Erste/Erster, wobei sie/er sich gut gefühlt hat. Das bringt eine ganz neue Kraft ins Feedbackgespräch und eröffnet neue Entwicklungsmöglichkeiten – auch für den Coach.

P.S.: Den Link zum Livestream der „Geldgeschichten“ am Mittwoch, 2. Juni, 19 Uhr findest du auf meiner Webseite.