Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Geschichten übers Schreiben, Erzählen, Heiraten. Und über Geschichten

Erzähl über dich

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Du kommst zu einem neuen Kunden, du hast eine neue Stelle, du legst ein Web-, XING-, LinkedIn-, facebook-Profil an, du präsentierst eine Idee im Elternrat, im Projektteam, im Vereinsvorstand. Überall triffst du auf Leute, die dich schon gesehen, mit dir telefoniert, mit dir gearbeitet haben, und andere, für die du komplett „neu“ bist. Du darfst sicher sein: Alle, wirklich ALLE, sind neugierig auf dich.

Ob dein Gegenüber dich live erlebt oder im Web über dich liest – du musst eine Beziehung herstellen. Das funktioniert gut, wenn du etwas über dich preisgibst. Aber was?

Wahrscheinlich interessiert sich niemand wirklich dafür, wann du die Schule abgeschlossen hast, welche Ausbildung du gemacht hast, wo du überall gearbeitet hast. Das steht im Lebenslauf, und da steht es gut.

Deine Mini-Story

Die Menschen möchten wissen, was du für ein Mensch bist. Was und wie denkst du? Wofür brennst du? Welche Lektionen hast du in deinem Leben gelernt? Wer war wichtig für dich? Dabei geht es um Gefühle und Gefühle sind der Stoff, aus dem Geschichten gemacht sind. Diese Geschichten können ganz kurz sein:

„Mein Großvater hat mir zu jedem Geburtstag gesagt ‚du sollst älter und besser werden‘ – und ich habe gehorcht, so wie immer.“

Bild

„Briefe schreiben – an Cousinen, Tanten, Brieffreundinnen – war für mich völlig normal und ein Riesenspaß. Dass andere Leute Briefeschreiben furchtbar finden, habe ich erst mit 30 gemerkt. Ich lernte, dass sich manche Menschen beim Schreiben sogar helfen lassen. Inzwischen kann ich vom Schreiben-Helfen leben.“

„So lange ich denken kann, hatte ich Angst vor Pferden. Sie waren so groß und stark und für mich völlig unberechenbar. Dann bin ich K. und ihrer Stute begegnet. … Heute helfen mir die Pferde, Managern Menschenführung beizubringen.“

Repertoire aufbauen

Bau dir ein Repertoire an deinen persönlichen Mini-Geschichten auf: Durchstöbere Fotoalben, erinnere dich an Orte, an Menschen, an Dinge, die bei dir als Kind oder als Erwachsener starke Gefühle ausgelöst haben. Skizziere deine Geschichte oder schreibe sie in wenigen Worten auf.

Höre auf die Geschichten, die andere erzählen. Manchmal können auch fremde Geschichten das illustrieren, was du sagen möchtest. Ein Beispiel ist die Pferdetrainer-Geschichte weiter oben.

Geschichten erzählen

Wenn du über dich schreibst oder über dich sprichst, wenn du eine Präsentation vorbereitest, suche nach den passenden Geschichten. Eine Geschichte passt, wenn sie

  • deine Zuhörerinnen und Zuhörer sie nachvollziehen können. Vielleicht haben sie ja etwas Ähnliches erlebt. Zumindest werden sie die Gefühle, die du vermittelst, schon gefühlt haben.
  • eine Verbindung schafft zu dem Thema, über das du sprichst. Wenn du als neue Chefkonstrukteurin in einem Motorenwerk früher am liebsten mit Barbiepuppen gespielt hast, kannst du zeigen, wie du von der Modepuppe zum Motor gekommen bist. Vielleicht gibt es sogar eine Gemeinsamkeit, die dein neues Team noch gar nicht gesehen hat.

Workshop „Geschichten im Geschäft“

Für den Fall, dass dir diese Appetithäppchen noch nicht reichen, um deine eigenen Geschichten zu erforschen und zu bauen – ich habe nicht nur „Schreiben-Helfen“, sondern auch „Erzählen-Helfen“ gelernt. Das tue ich gern im 1:1-Gespräch oder im Workshop Geschichten im Geschäft am 26. und 27. März in Bern.

Autor: Roswitha Menke

Roswitha ist im richtigen Leben Texterin, Erzählerin, Trau-Frau. Wenn du wirkungsvolle Worte für deine PR-Arbeit und Werbung suchst, bist du bei ihr richtig. Auch wenn du für deine Konferenz oder dein Fest jemanden suchst, der ungewöhnliche Geschichten mitreißend erzählt, ist sie die Richtige. Sie leitet außerdem Trau- und Abschiedszeremonien - herzlich und einfühlsam. Mehr über ihr Angebot findest du auf www.roswithamenke.de.

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