Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Geschichten übers Schreiben, Erzählen, Heiraten. Und über Geschichten

Komma-Blog, Teil 1

2 Kommentare

KommaNach meinem Twitter-Tipp zum Apostroph haben sich einige Leserinnen und Leser eine Erklärung zum Komma gewünscht. Ich wäre froh, wenn ich dieses Thema auch in einem kurzen Tipp abhandeln könnte. Aber «Schlag nach bei Duden» ist blöd. Drum gibt’s das Komma-Thema so kurz, wie es mir möglich ist, in einigen Blogbeiträgen. Los geht’s:

  1. Sprechen und Kommas haben nichts miteinander zu tun. Die Tatsache, dass du beim Sprechen eine kleine Pause machst, bedeutet nicht, dass du beim Schreiben an dieser Stelle ein Komma setzen musst oder darfst. Wenn dort tatsächlich ein Komma steht, steht es aus einem anderen Grund dort.
  2. Um Kommaregeln zu verstehen und anzuwenden musst du kurz an die Schulzeit zurückdenken. Dort habt ihr über die Bestandteile von Sätzen gesprochen, zum Beispiel: Otto gibt Lisa jeden Morgen in der Straßenbahn voll Leidenschaft einen Kuss.

    Das Subjekt ist das Ding oder die Person, die etwas tut. Hier: Otto
    Das Prädikat beschreibt die Aktion. Hier: gibt
    Das Dativ-Objekt zeigt an, wem etwas geschieht. Hier: Lisa
    Das Akkusativ-Objekt beantwortet die Frage „wen oder was?“. Hier: einen Kuss
    Die adverbiale Bestimmung der Zeit zeigt (ach!) die Zeit. Hier: jeden Morgen
    Die adverbiale Bestimmung des Ortes erläutert, wo etwas geschieht. Hier: in der Straßenbahn
    Die adverbiale Bestimmung der Art und Weise zeigt, wie etwas geschieht. Hier: voll Leidenschaft

    Du kannst dir merken: Zwischen unterschiedlichen Satzteilen steht kein Komma.

  3. Dann gibt es noch Haupt- und Nebensätze. Über die reden wir im dritten Teil des Komma-Blogs

Autor: Roswitha Menke

Roswitha ist im richtigen Leben Texterin, Erzählerin, Trau-Frau. Wenn du wirkungsvolle Worte für deine PR-Arbeit und Werbung suchst, bist du bei ihr richtig. Auch wenn du für deine Konferenz oder dein Fest jemanden suchst, der ungewöhnliche Geschichten mitreißend erzählt, ist sie die Richtige. Sie leitet außerdem Trau- und Abschiedszeremonien - herzlich und einfühlsam. Mehr über ihr Angebot findest du auf www.roswithamenke.de.

2 Kommentare zu “Komma-Blog, Teil 1

  1. Huiiii. Danke :-). Mehr Satzzeichen werde ich hier nicht machen.

    Gefällt 1 Person

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