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Geschichten übers Schreiben, Erzählen, Heiraten. Und über Geschichten

Komma-Blog, Teil 3

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Komma_3

Wie versprochen schreibe ich heute über Kommas und Sätze. Leider habe ich nirgendwo eine genaue Definition gefunden, was ein Satz ist. Ich probiere es mal so: Ein Satz besteht mindestens aus einem Subjekt und einem Prädikat.

  • Peter geht.
  • Es dampft.
  • Nichts passiert.

Diese Erklärung hilft uns bei der Kommafrage. Unsere Beispielsätze sind Hauptsätze. Auch die kann man aneinanderhängen, und dann gelten fast die gleichen Regeln wie bei anderen Aufzählungen: Die Glieder einer Aufzählung werden durch Komma getrennt, wenn sie nicht durch «und» oder «oder» verbunden sind.

Peter geht, es dampft, nichts passiert.

Allerdings gibt es eine mögliche Ausnahme: Wenn zwei Hauptsätze durch «und» oder «oder» verbunden sind, kannst du ein Komma setzen. Ich finde, dieses Komma macht einen Satz übersichtlicher. Siehe oben: «Auch die …, und dann gelten …»

Wenn es Hauptsätze gibt, dann gibt es auch Nebensätze.

  • Peter geht, weil er müde ist.
  • Es dampft, obwohl das Wasser noch nicht kocht.
  • Nichts, das von Bedeutung wäre, passiert.

Du erkennst einen Nebensatz daran, dass das Verb (Tätigkeitswort) am Ende steht. Wo der Nebensatz im gesamten Satzkonstrukt steht, spielt keine Rolle: am Anfang, am Ende oder in der Mitte.

  • Wenn der Nebensatz am Anfang des Satzes steht, wird er mit einem Komma beendet.
    Das Komma steht also gleich hinter dem Verb.
  • Vor dem einleitenden Wort steht das Komma, wenn der Nebensatz am Schluss des Satzes steht.
  • Dieser Satz, der uns als Beispiel dient, zeigt den Nebensatz in der Mitte.
    Der Nebensatz beginnt mit dem Komma vor dem einleitenden Wort und endet mit dem Komma nach dem Verb.

Typische Wörter, die Nebensätze einleiten, sind: obwohl, obgleich, weil, falls, wenn, bevor, nachdem, als, dass sowie die sog. Relativpronomen der, die, das:

Das Kind, das gerne zur Schule geht, weil die Lehrerin so nett ist, wird sicher versetzt, weil es jeden Tag, bevor es mit seinen Freunden spielt, seine Hausaufgaben erledigt.

Alles klar? – Der kleine Streber im Beispielsatz weiß sicher Bescheid. Am Dienstag geht’s dann um «um zu» und Co.

Autor: Roswitha Menke

Roswitha ist im richtigen Leben Texterin, Erzählerin, Trau-Frau. Wenn du wirkungsvolle Worte für deine PR-Arbeit und Werbung suchst, bist du bei ihr richtig. Auch wenn du für deine Konferenz oder dein Fest jemanden suchst, der ungewöhnliche Geschichten mitreißend erzählt, ist sie die Richtige. Sie leitet außerdem Trau- und Abschiedszeremonien - herzlich und einfühlsam. Mehr über ihr Angebot findest du auf www.roswithamenke.de.

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