Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Geschichten übers Schreiben, Erzählen, Heiraten. Und über Geschichten

Stāsti krēslā – Geschichten in der Dämmerung. Teil 1

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Meine Reise zum Erzählfestival nach Valmiera, 6. bis 9. Oktober 2016

2003 war ich zum ersten Mal in Lettland – eine geführte Fahrradtour. Drei Jahre später war ich zum zweiten Mal dort: Ich habe das Dorf kennengelernt, in dem mein Vater seine Kindheit verbracht hat, und bin per Bus durchs Land gereist. Meine dritte Reise war nun sozusagen ein Arbeitsbesuch. Ich durfte beim Erzählfestival Stāsti krēslā mitmachen!

Ein wichtiges Requisit der Organisatorinnen war ein uralter Stuhl, den das Museum ausnahmsweise zur Verfügung gestellt hatte. „Krēsls“, ich erinnerte mich dunkel an meine Lettischstunden, bedeutet Stuhl, und weil Genus, Kasus, Numerus im Lettischen durch Endungen ausgedrückt wird, müsse „stāsti krēslā“ wohl „Stuhlgeschichten“ heißen? Nicht nur, wurde ich strahlend aufgeklärt. „Krēslā“ ist nämlich auch das Wort für „Dämmerung“. Es gehe also um Geschichten, die man sich erzählt, wenn man in der Dämmerung zusammensitzt.

der-stuhl

In den nächsten Tagen lest ihr einiges, was ich bei diesem Festival gelernt und erlebt habe …

Das Abenteuer beginnt

Im Jahr 2006 hatte sich die Goldmund-Erzählakademie in einem von der EU geförderten Programm engagiert, das unter dem Motto „Lebenslanges Lernen“ stand. Zu jener Zeit war ich selbst noch gefühlte Lichtjahre vom Thema „Erzählen“ entfernt und habe später nur von Reisen und Kontakten nach Lettland und Schottland gehört. Ärgerlich, dass ich nicht früher zum Erzählen und zu Goldmund gefunden hatte, denn schließlich gehört meine Familie väterlicherseits zu den Baltendeutschen, die die Zarin Katharina die Große in den sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts in dem kleinen Dörfchen Hirschenhof (heute Irši) (http://www.migrazioni.altervista.org/deu/3deutsche_in_russland/05_18jahrhundert/4.2_hirschenhoefer.html) angesiedelt hatte. Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Doch dann erschien in der Facebook-Gruppe von Goldmund die Anfrage des damaligen Projektpartners Guntis Pakalns. Gesucht wurde jemand, der beim zweiten Erzählfestival in der Region Vidzeme einen etwa zweistündigen Workshop für wenig erfahrene Erzähler leiten und während des Festivals einige Geschichten erzählen könne. Meine Chance auf ein Abenteuer!

Autor: Roswitha Menke

Roswitha ist im richtigen Leben Texterin, Erzählerin, Trau-Frau. Wenn du wirkungsvolle Worte für deine PR-Arbeit und Werbung suchst, bist du bei ihr richtig. Auch wenn du für deine Konferenz oder dein Fest jemanden suchst, der ungewöhnliche Geschichten mitreißend erzählt, ist sie die Richtige. Sie leitet außerdem Trau- und Abschiedszeremonien - herzlich und einfühlsam. Mehr über ihr Angebot findest du auf www.roswithamenke.de.

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