Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Geschichten übers Schreiben, Erzählen, Heiraten. Und über Geschichten

Stāsti krēslā – Geschichten in der Dämmerung. Teil 3

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Meine Reise zum Erzählfestival nach Valmiera, 6. bis 9. Oktober 2016

Ankunft

Der Flug aus Zürich hatte mehr als eine halbe Stunde Verspätung – kein Problem für Guntis und Ina, die geduldig auf der Bank beim Ausgang saßen. Dass es draußen nur 8° kühl war und es immer wieder mal regnete, bereitete ihnen weitaus größere Sorgen. Der erste Kulturschock folgte: Wir fuhren zum Essen in ein Einkaufszentrum. H&M, McDonalds und Co. grüßten von Weitem. Eine weitere Erzählerin stieß zu uns, und weiter ging’s in die neue lettische Nationalbibliothek. Ein imposantes Bauwerk, ein märchenhafter Glasberg (http://www.nzz.ch/feuilleton/von-lichtschloessern-und-dunklen-kammern-1.18357022) türmt sich vor uns auf. Auch wenn die Aussicht von der Spitze (lettisch: Spice [wird wie Spitze ausgesprochen J]) auf die abendliche Rigaer Altstadt nicht so imposant ist, wie man erwarten möchte, der Besuch lohnt sich, allein wegen des Schranks mit der Daina-Sammlung und dem beeindruckenden Inneren der Bibliothek.

Dann geht es mit dem Auto nach Valmiera – etwa 110 Kilometer Richtung Osten. Der Straßenbelag ist neu, kurz vor Valmiera wird noch an der Straße gebaut. „Geld aus Europa“, freut sich Guntis, und die Verkehrssicherheitsplaner hierzulande würde das kalte Grausen erfassen, denn zwischendurch gibt es immer wieder ungeteerte Abschnitte, die Fahrbahn sieht aus wie gut gestampfter Lehm. Ältere Straßen sind durchaus eine Herausforderung für die Aufmerksamkeit der Fahrer und die Stoßdämpfer der Autos.

Luca heißt das Gästehaus und ist (auch) Sitz des deutschen Kulturvereins. Die freundliche Frau Wirtin erzählt strahlend: „Ich lerne Deutsch.“ Zwei weitere Erzählerinnen sind schon da. Sie kommen wie Ina, die mich abgeholt hat, aus Kurzeme (Kurland). Liesma Lagzdiņa – selbst schon Urgroßmutter – hat von ihrer Großmutter Deutsch gelernt und beeindruckt mich mit Volksliedern und Kinderreimen. Die meisten kenne ich, mit etwas anderen Texten. Mit Balzams, Weintrauben, Traubensaft und Toblerone feiern wir die glückliche Ankunft.

Autor: Roswitha Menke

Roswitha ist im richtigen Leben Texterin, Erzählerin, Trau-Frau. Wenn du wirkungsvolle Worte für deine PR-Arbeit und Werbung suchst, bist du bei ihr richtig. Auch wenn du für deine Konferenz oder dein Fest jemanden suchst, der ungewöhnliche Geschichten mitreißend erzählt, ist sie die Richtige. Sie leitet außerdem Trau- und Abschiedszeremonien - herzlich und einfühlsam. Mehr über ihr Angebot findest du auf www.roswithamenke.de.

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