Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Geschichten übers Schreiben, Erzählen, Heiraten. Und über Geschichten

Stāsti krēslā – Geschichten in der Dämmerung. Teil 7

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Meine Reise zum Erzählfestival nach Valmiera, 6. bis 9. Oktober 2016

Das Festival

Ich kenne bei Weitem nicht alle Erzählfestivals im deutschsprachigen Raum. Und doch bin ich sicher, dass das Festival in Valmiera sich sehr von den Erzählfestivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterscheidet.

Das Festival ist in erster Linie eine Ausbildungs- und Übungsgelegenheit für die Bibliothekarinnen des Bibliotheken-Netzwerks und für Absolventinnen und Absolventen der Erzählkurse von Guntis und Māra (https://www.youtube.com/results?search_query=vidzemes+st%C4%81stnieku+skola und https://www.youtube.com/watch?v=6_70MBrAVLs). Ein ganzer Tross – hauptsächlich Frauen – war  unterwegs. Einige haben zu verschiedenen Gelegenheiten erzählt, andere haben nur zugehört bzw. bei den informellen Anlässen Geschichten zum Besten gegeben.

Die Veranstaltungen wurden moderiert, und die jeweilige Moderatorin sowie die Festivalleiterin wussten jederzeit, was wann zu geschehen hatte. Gleichzeitig war viel Raum für Spontanität und Improvisation. Das wurde zwar manchmal mit einer hochgezogenen Augenbraue quittiert, führte aber, soweit ich gesehen habe, nie zu Auseinandersetzungen. Ich vermute, in der Schweiz wäre diese Einstellung eine kleine Katastrophe J.

Vor allem die Veranstaltungen mit den Kindern waren ausgezeichnet vorbereitet. Die Kinder fanden einen Erzählraum vor, in dem sie ihr Können präsentieren durften. Der Raum war gleichzeitig offen und geschützt. Ich glaube, jedes Kind hat hier eine Menge lernen können.

Alle öffentlichen Veranstaltungen waren für das Publikum gratis. Dass das Auswirkungen auf die Gagen hatte (es gab keine!), ist logisch. Dennoch, und das ist für mich ebenso wie für die Veranstalter ein dicker Wermutstropfen: Es gab außer den „üblichen Verdächtigen“ nur wenig Publikum. Der Lichtblick: Das Festival fand zum zweiten Mal statt, und die Besucherzahlen sind gestiegen. Ebenfalls stark ist das Interesse der Presse: Es war bei jeder Veranstaltung mindestens eine Journalistin anwesend, und auch das Lokalfernsehen berichtete über das Festival.

Ende April 2017 findet in Kuldīga das bereits elfte Fischsuppen-Festival als Teil des Stadtfests „Fische fliegen in Kuldīga” statt (https://www.youtube.com/watch?v=9oqlBw2SfIs). Dass aus den Erfahrungen von Valmiera aktiv gelernt wird, ist gar keine Frage.

Autor: Roswitha Menke

Roswitha ist im richtigen Leben Texterin, Erzählerin, Trau-Frau. Wenn du wirkungsvolle Worte für deine PR-Arbeit und Werbung suchst, bist du bei ihr richtig. Auch wenn du für deine Konferenz oder dein Fest jemanden suchst, der ungewöhnliche Geschichten mitreißend erzählt, ist sie die Richtige. Sie leitet außerdem Trau- und Abschiedszeremonien - herzlich und einfühlsam. Mehr über ihr Angebot findest du auf www.roswithamenke.de.

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