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Montagmorgen #114: Streit

4 Kommentare

Was tun, wenn in deiner unmittelbaren Umgebung zwei Menschen zu streiten beginnen? Auf dem Treppenabsatz in dem Haus, wo du wohnst, zum Beispiel. Sie streiten über Themen, zu denen du eine Meinung hast, aber deine Meinung trägt in diesem Streit keinen Deut zur Lösung bei. Der Ton wird rauer, die Themen vielfältiger. Alle hören mit. Dabei wäre es für die beiden Streithähne ein Leichtes, einen neutralen Ort oder wenigstens eine etwas privatere Umgebung für ihr Getöse zu finden. Was tun? Du kennst diese Situation nicht? – Das hätte ich vor ein paar Wochen auch noch gesagt. Doch inzwischen bin ich Mitglied in einigen WhatsApp- und ähnlichen Gruppen. Und genau dort wird so gestritten. Nicht immer, aber doch ganz schön oft. Mich nervt das, aber ich will mich aus den Gruppen auch nicht verabschieden, denn neben den Streitereien gibt es sehr sinnvollen Austausch. Wir sind also wieder am Anfang: Was tun?

Autor: Roswitha Menke

Roswitha ist im richtigen Leben Texterin, Erzählerin, Rednerin. Wenn du auf der Suche nach deinen wirkungsvollen Geschichten oder den guten Geschichten in deinem Unternehmen bist, bist du bei ihr richtig. Auch wenn du für deine Konferenz oder dein Fest jemanden suchst, der ungewöhnliche Geschichten mitreißend erzählt, ist sie die Richtige. Mehr über ihr Angebot findest du auf www.roswithamenke.de.

4 Kommentare zu “Montagmorgen #114: Streit

  1. Liebe Roswitha
    ja, das ist eine gute Frage. Ich bin ja eher ein Feigling, dh ich halte mich raus, stelle die Ohren auf Durchzug und gehe einen anderen Weg. Solange so ein Streit zwischen zwei gleich Starken stattfindet, halte ich das für richtig.
    Wenn es dann zu gewaltsamen Handlungen kommt – wobei natürlich die Frage ist, inwieweit Worte auch gewaltsam sind – oder wenn einer der Streithähne ein Kind ist, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich wegschauen würde.
    Wie auch immer – ich wünsche dir einen friedvollen Start in die neue Woche. Bleib gesund und fühle dich herzlich gegrüsst
    Susanne

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    • Liebe Susanne, danke für deine Gedanken. Die Stärke der Streithähne oder -hühner einzubeziehen, ist bei Streit, der quasi im richtigen Leben stattfindet, sicher wichtig und richtig.
      Mir geht es hier (auch) um das Verhalten in virtuellen Gruppen. Dort gehe ich davon aus, dass die Mitglieder mehr oder minder gleich stark sind. Vielleicht müsste die Frage auch lauten, wie man eine Etikette oder Verhaltenswünsche für eine Gruppe festlegt. Und … wer sie festlegt und was geschieht, wenn jemand dagegen verstößt.
      Liebe Grüße nach P. oder B. 🙂

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  2. Liebe Roswitha,
    Drei Wege fallen mir ein: 1. NICHTS TUN 2. EBENE VERÄNDERN 3. ZUHÖREN
    1. Oft beobachte ich, dass Einmischung oder auch nur Zuschauen/Zuhören eine Situation verschärfen kann. Dann bilden sich Lager, schnell entsteht das subjektive Gefühl „alle sind gegen mich“. Das macht die Türen auch nicht leichter zu öffnen und erschwert das Einlenken erst recht. Deshalb finde ich Susannes Weg (Kommentar oben) gar nicht „feige“.
    Oft mache ich auch gar nichts. Nichts tun ist manchmal das Allerbeste, nicht nur bei Streit.
    2. Oder ich versuche den Konflikt aus dem MEDIUM der kurzen Nachrichten herauszubringen bzw., die betroffenen Menschen zu einem direkten Gespräch zu animieren. Selten ist jemand einem anderen gegenüber so scharfzüngig und bissig wie im virtuellen Raum, wenn er/sie das Gesicht des gegenüber sieht.
    3. Oder ich höre beiden nacheinander zu. Manchmal hilft es ja „Dampf abzulassen“, wenn einem jemand neugierig zuhört ohne dagegen zu argumentieren. Ebenso wie das Nichtstun wird das einfache Zuhören oft unterschätzt.

    Was auch immer ich mache, ich versuche immer zuerst zu überlegen, ob das, was ich vorhabe zum Frieden beiträgt. Das sollte der „Filter“ sein durch den ich alle meine Ideen siebe. Denn natürlich habe ich auch eine Meinung, ärgere mich über andere, be- und verurteile. Da kann es leicht passieren, dass ich dann plötzlich mittendrin bin im Streit anstatt hilfreich zu sein.
    Ich wünsche Dir und allen, die das lesen eine Woche des wirklichen Friedens, in dem auch Meinungsverschiedenheiten möglich sind.
    Karin

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    • Uh, ja, liebe Karin, das erinnert mich an das Drama-Dreieck aus Täter, Opfer und Retter. In diesem Dreieck hatte jede Position auch ihr Gutes (anscheinend), aber letztlich kommt man nicht weiter.
      Ich mag die Idee vom Hinhören sehr: mit offenen Ohren und offenem Herzen und dem Vertrauen, dass jede/r die eigene gute Lösung findet.
      Danke!

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