Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Nachdenken übers Texten, Erzählen, Heiraten … Leben


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Montagmorgen #100: Zwischen Komfort und Panik

Meine Freundin Karin Tscholl, die wunderbare Märchenerzählerin aus Igls bei Innsbruck, erklärt in Workshops gern, es gebe die Komfortzone, in der man nicht so viel lernt, die Lernzone, die sich nicht ganz bequem anfühlt, aber Lernen ermöglicht, und die Panikzone, wo man sich weder gut fühlt noch etwas lernt.

Ich stolpere ja gern man aus der Komfortzone heraus, oft unbeabsichtigt. Dann muss ich zusehen, dass ich vor dem Abgleiten in die Panik doch noch etwas lerne. Wenn es klappt, tun sich erstaunliche Möglichkeiten auf: Begegnungen, Erkenntnisse, Erfahrungen. Das ist schön.

Nicht so schön ist das Erschrecken, wenn ich plötzlich merke, dass ich nicht nur die Komfortzone hinter mir gelassen habe, sondern schon mit beiden Füßen in der Panikzone stehe. Würde es helfen, Schilder aufzustellen, sozusagen die Zonengrenzen zu markieren? – Ich hab da ne Theorie. Was meinst du?


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Montagmorgen #95: Entscheiden

Am Freitag startet CoWorkLand Wentorf auf dem Casinopark in Wentorf bei Hamburg. Ich bin ganz schön nervös, denn es gibt noch viel zu tun und viel zu entscheiden.

Das Team von Wentorf gestalten! e.V. hat „lange vor meiner Zeit“ entschieden, nach den Prinzipien zu arbeiten, die Frederic Laloux in seinem Buch „Reinventing Organizations“ beschreibt.

Ein wichtiger Aspekt ist, wie in den neuen Organisationen Entscheidungen getroffen werden: Jeder kann entscheiden, alles. Doch nur, wenn er/sie vorher den sog. Advice-Process durchläuft, d.h. mit allen spricht, die von der zu treffenden Entscheidung betroffen sind. Werden Entscheidungen dadurch schneller? Werden sie besser? Wer gehört eigentlich zu den Beratern, wie finde ich heraus, wer betroffen ist, wen ich anhören muss? Und: Sind diese Menschen nur in der eigenen Organisation, oder auch außerhalb?

Bei der Arbeit mit dem CoWorkLand merke ich, dass ich anders an Entscheidungen herangehe, dass ich mehr darüber nachdenke, wer mit meiner Entscheidung leben muss. Ob ich deswegen andere Entscheidungen treffe, kann ich natürlich nicht sagen.

Du kannst es für dich ausprobieren. Mehr über CoWorkLand Wentorf findest du übrigens hier: www.wentorf-gestalten.de/coworkland

Und mehr über Frederic Laloux und sein Buch: https://www.reinventingorganizations.com/


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Montagmorgen #93: Versprechen an dich selbst

Vor 13 Tagen habe ich mir Joggingschuhe gekauft, vor 12 Tagen bin ich nach rund 17 Jahren wieder Joggen gewesen. Vor 10, vor 8, vor 6, vor 4, vor 2 Tagen auch, Muskelkater und Rückenschmerzen inklusive.

Weil ich aber sicher bin, dass das Laufen mir guttut, habe ich mir versprochen, die harte Zeit durchzustehen im sicheren Gefühl, dass „es“ irgendwann von allein läuft. Ob ich es schaffe?

Wie gehst du mit Versprechen um, die du dir selbst gibst? Welche Tricks hast du, auch schwierige Versprechen zu halten? Lass es mich wissen!

Und wenn du am Donnerstag die Geldgeschichte in Reinbek hören möchtest, kannst du dich noch immer zum Geschichtenpaket anmelden. Schau hier. Ich freue mich auf dich!


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Montagmorgen #90: 12 Uhr in Reinbek

Ab Donnerstag, 7. Mai verschönern Andrea Pankow vom Café The Vintage in Reinbek und ich deine Mittagspause. Jeden Donnerstag um 12 Uhr mittags „gehe ich live“ im Vintage: Ich erzähle eine Geschichte, rezitiere ein Gedicht oder lese etwas vor – immer inspiriert von den schönen, leckeren Dingen, die Andrea in ihrem Laden verkauft.

Für 27 Euro erhältst du dein Live-Mittagspausenpaket, d. h. ich schicke dir an fünf aufeinanderfolgenden Wochen die Zugangsdaten zum Erzählraum, du loggst dich ein und bist dabei. Schreib ein E-Mail an Roswitha (r.menke@roswithamenke.de) und sei dabei. Wir freuen uns!


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Montagmorgen #89: Statistiken?

Eigentlich komme ich mit der behördlich verordneten Einsamkeit ziemlich gut klar. Trotzdem gucke ich abends die Nachrichten im Fernsehen … und verzweifle an den Zahlen.

Hier die versprochenen Links:

Zur „Unstatistik des Monats“: http://www.rwi-essen.de/unstatistik/

Die Neuübersetzung von „Brave New World“, in der es keine „I-Frauen“ gibt: https://www.buecherwurm.de/shop/article/25016715/aldous_huxley_schoene_neue_welt.html

Der Myers-Briggs-Persönlichkeitsindikator: https://eu.themyersbriggs.com/de-DE/tools/MBTI/MBTI-personality-Types

Eine wunderbare Beschäftigung ist übrigens das Lernen. Wie wäre es – Achtung! Werbung! – mit einem Webinar, das dich fit macht für die Zeit mit und nach COVID-19? Schau mal rein: www.roswithamenke.de/trainerin


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Montagmorgen #88: Roswithas Workshops

Als vor gut zwei Wochen Kolleginnen und Kollegen anfingen, ihre Geschichten und Lieder zu posten, damit alle, die jetzt zu Hause hocken, ein bisschen Ablenkung haben, fühlte ich mich ziemlich eingetrocknet. Zum Erzählen hatte ich überhaupt keine Lust. Doch dann kamen Ideen an ganz anderer Stelle. Jetzt zeigt meine Webseite sich im neuen Kleid, und es gibt drei neue Angebote. Falls du Lust zum Lernen hast, dann komm doch zu einem der virtuellen Workshops:

18.4., 9-16.30 Uhr: Wort für Wort https://www.roswithamenke.de/trainerin/wort-für-wort/
25.4., 9-16.30 Uhr: Präsent präsentieren
29.4., 9-16.30 Uhr: Storytelling

Die im Video versprochenen Ablenkungen findest du hier:
Frau Wolles Märchenmonat: https://www.frauwolle.at/content/?Maerchen-Monat
Alexandra Kampmeiers Kinderkanal: https://www.das-leben-steckt-voller-geschichten.de/
Geschichten der Kolleg*innen aus dem Erzählerverband: https://soundcloud.com/erzaehlerverband
Ines Honsels wunderschöne Stimme: https://soundcloud.com/user-937355495/zimmermusik-3-famous-blue-raincoat?fbclid=IwAR0aS2Xmu2S_or1yRQvGTkv0gDhwLnxCKLk_KeG8_eMtPfX8J3QWQAzFqz4


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Montagmorgen #87: Einfache Antworten?

Wie schön wäre es, wenn Politikerinnen und Politiker einfach sagen könnten: „Ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht, und ich denke intensiv darüber nach. Dabei helfen mir … „. Vermutlich wäre das sogar ehrlich.

Aber auch die klügsten Politiker*innen und Wissenschaftler*innen und die leistungsstärksten Computersimulationen wissen nicht, wie du, deine Familie und Freunde, dein Arbeitgeber aus dieser Situation herauskommen. Darum wünsche ich dir, dass du Zeit findest, um für dich zu sorgen. Was brauchst du wirklich? Was braucht deine Familie, deine Freunde? Welches Stückchen kannst du, kann ich beitragen, damit es irgendwo ein wenig leichter wird?

Es ist faszinierend zu sehen, was im Netz veranstaltet wird. Und es gibt noch so viel mehr, was niemand ins Netz stellt. Dinge, die einfach so, offline passieren und die mindestens ebenso intensiv wirken. Danke dafür! Komm gut durch die Tage und Wochen und bleib gesund!


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Montagmorgen #86: Vertrauen und mehr

Vielleicht erinnerst du dich: Am 26. April 1986, also vor fast 34 Jahren, explodierte der Atomreaktor in Tschernobyl. Zwei Wochen später, es war aller-schönstes Mai-Wetter, kam die Quasi-Ausgangssperre: Kinder durften nicht auf der Wiese, im Sandkasten, überhaupt draußen spielen. Mein Sohn war knapp vier, ich lebte mit ihm allein und hatte mich kurz vorher als Programmiererin selbstständig gemacht.

In der heutigen Montagmorgengeschichte erzähle ich, was ich dabei gelernt habe. Ganz wichtig, damit keine Missverständnisse aufkommen: Mein Sohn hat KEINEN SCHUSS! Er ist das Beste, was mir passieren konnte, und eigentlich hätte ich ihn in dieser Woche besucht. Tja, ist nun leider nicht :(.

Ich wäre allerdings auch nicht NUR wegen meines Sohnes in die Schweiz gereist. Ich hätte dort einen Schreibkurs gegeben. Der findet nun online statt, am kommenden Samstag. Wenn du dabei sein möchtest, schau hier rein und melde dich gern an: https://www.zeremonien-akademie.ch/events/worter-finden-und-geschichten-schreiben-2. Ich freu mich auf dich!


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Montagmorgen #85: Das geht vorbei

Falls du es noch nicht mitbekommen hast: Der Erzählkunstabend „Der Schimmel ohne Kopf“ am kommenden Donnerstag (19. März 2020) ist abgesagt. Darum erzähle ich heute eine andere Geschichte und hoffe, sie macht dir in diesen harten Zeiten ein bisschen Mut.

Das Zitat von Emmanuel Macron, das ich erwähne, findest du hier: https://www.freitag.de/autoren/reinhardt-gutsche/macron-geht-an-s-eingemachte-1?fbclid=IwAR0I6P7JaXTS5K221OEQUpAmeDOa6_sgOlseRTfdVxobgmP6L-9gqLwGwYE.

Das Original befindet sich hier: https://www.elysee.fr/emmanuel-macron/2020/03/12/adresse-aux-francais (abgerufen am 15. März 2020). Meine Frage bleibt: Wer sind „wir“, und was für ein „wir“ wollen wir denn?


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Montagmorgen #84: Wo ist die Werkzeugkiste?

Wenn ich ein Bild auf- oder umhängen will, weiß ich genau, dass ich Zange, Hammer, Zollstock, Bleistift, einen Nagel (eher doppelt so viele, wie das Bild Aufhängpunkte hat), vielleicht sogar die Wasserwaage brauche. Und ich weiß, wo ich diese Sachen in meiner Wohnung finde.

Wenn ich andere Werkzeuge brauche – etwa, um mich zu erinnern, um mich zu konzentrieren, um zu schreiben, um zu erfinden, um Gefühle zu erkennen, um mit anderen Menschen umzugehen – dann erinnere ich mich leider nur selten daran, dass ich a) diese Werkzeuge überhaupt besitze und b) wo sie sind.

In dieser Woche möchte ich mal aufräumen …