Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Nachdenken übers Texten, Erzählen, Heiraten … Leben


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Montagmorgen #80: Hälfte des Lebens

Nein, es geht heute nicht um Hölderlin und gelbe Birnen. Es geht um einen Ausflug in die Vergangenheit, den ich letzte Woche zusammen mit meinem Sohn gemacht habe. „Nur mal gucken, wo wir gewohnt haben“ … das wurde ganz schnell zum Wiederentdecken unserer damaligen Wege, unserer damaligen Gedanken, unserer Träume, unserer Aufgaben. Klar, dass Mami andere Gedanken, Träume, Aufgaben hat als das Kindergarten- bzw. Schulkind. Erschreckend, wie wenig ich von den Gedanken und Träumen meines Kindes wusste!

Umso dankbarer bin ich, dass wir heute über diese Themen sprechen können. Dankbar bin ich den Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben und noch begleiten. Ein besonders herzliches Danke gilt dabei dem Betreiber der Eisdiele in Meerbusch-Büderich – fürs Durchhalten, fürs noch-immer-da-Sein: Das Strahlen in den Augen meines Sohnes, diesen wichtigen Kindheitsort wiederzuentdecken, war Gold wert.

Wie geht es dir, wenn du „ein halbes Leben“ zurückschaust? Mit wem könntest du deine Erinnerungen teilen und dabei den Blick weiten? Ich wünsche dir dabei viel Freude.

Wie muss eine Zeremonienleiterin sein??


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Montagmorgen #79: Kreativitätstechnik

Ganz viele Ideen in ganz kurzer Zeit? – Die ABC-Listen-Technik von Vera F. Birkenbihl macht´s möglich. Wie toll das mit einer ganzen Gruppe funktioniert, erzähle ich heute. Das Beitragsbild zeigt unser Ergebnis.

Die erwähnten Links:


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Montagmorgen #77: Geschichten verändern sich

Die Geschichte, um die es heute geht, habe ich 2012 im Geschichtenladen in Bern zum ersten Mal erzählt und zum Glück auch aufgenommen. Danach habe ich sie noch zwei- oder dreimal erzählt … jedes Mal ein bisschen anders. Nun also ein weiteres Mal.

Die Augenzeugen, die ich anfangs noch befragen konnte, sind inzwischen tot. Die wenigen Briefe, die die Beteiligten geschrieben haben, sind schon vor 2012 im Müll gelandet. Ich muss mich also auf Erinnerungen und Sekundärliteratur verlassen. Dabei verändert sich auch mein Blick auf die Geschichte. Welche Folgen hat das wohl fürs Erzählen? – Ich bin gespannt.


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Montagmorgen #74: Fast ein Jahresrückblick

Natürlich könnte ich eine Geschichte von Abschied und Neuanfang erzählen – es gibt ja so viele Märchen und Erzählungen, die sich mit diesem Thema befassen. Dabei war doch mein 2019 voll von Abschieden, Neuanfängen, Begegnungen und Veränderungen. Im Schnelldurchlauf erzähle ich dir heute, was in diesem Jahr in meinem Leben wichtig war. Ohne Greta, Andrea, AKK. Ohne Plastik und Klimawandel. Auch wenn diese Menschen und Dinge meinen Alltag und viele Entscheidungen beeinflusst haben. Darüber reden andere. Ich mag es, auf die Menschen und Dinge in meiner Nähe zu schauen. Und ich freue mich, dass ich tatsächlich für alles dankbar bin, was mir begegnet ist. Schön, dass du mir in diesem Jahr zugeschaut und zugehört hast. Danke dafür und alles Gute für 2020!


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Montagmorgen #71: Die Schneekönigin

Adventszeit ist Geschichtenzeit. Eine Unterhaltung mit meiner Kollegin und Freundin Frau Wolle hat mich inspiriert, ein paar Pfund Moral aus einem lothringischen Märchen herauszunehmen. Was dabei herausgekommen ist, kannst du hier hören. Hier noch einmal die im Video erwähnte Quellenangabe der ursprünglichen Geschichte: „Nach mündlicher Erzählung von Luise Portmann (Winter 1938/39). Aus: Lothringer Volksmärchen, gesammelt und hrsg. von Angelika Merkelbach-Pinck, Kassel 1940, S. 36-38.“ Bärenreiter-Verlag, Kassel.


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Montagmorgen #72: Schneiders Späte

Als ich 50 wurde, habe ich ein Sabbatical eingelegt, um in dieser Zeit ein Buch zu schreiben. Für meine Kunden haben ich damals von Books on Demand ein Büchlein mit einigen Texten von mir machen lassen: „Schneiders Späte“. Jetzt musste ich feststellen, dass man das Buch noch immer bestellen kann, obwohl ein paar ganz üble, peinliche Tippfehler drin sind.
Noch schlimmer: Das Buch-Schreiben während des Sabbaticals hat nicht geklappt; ganz offenbar bin ich doch keine Schriftstellerin.
Nun habe ich beschlossen, den Kirschbaum – „Schneiders Späte“ ist eine Kirschsorte! – zu fällen.
Bist du neugierig? Möchtest du noch schnell ein paar Kirschen haben? Dann hast du bis Februar 2020 die Gelegenheit, das Buch zu bestellen:
Schneiders Späte und andere Familiengeschichten
Verlag: BoD – Books on Demand
ISBN: 978-3833491511
Preis: 16,20 Euro


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Montagmorgen #70: Neuanfänge

„Wenn ich groß bin, werde ich auch Optiker.“ Der Satz entschlüpfte mir letzten Samstag, als der junge Optiker mir – auf Nachfrage – ganz genau erklärte, was er da tat. Komisch, ich habe niemals dran gedacht, diesen Beruf zu ergreifen, obwohl ich das, was beim Optiker passierte, immer sehr interessant fand. Der junge Mann jedenfalls meinte, es sei doch noch nicht zu spät dafür …