Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Nachdenken übers Texten, Erzählen, Heiraten … Leben


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Montagmorgen #49: Timing

Manchmal kann man sein Timing beeinflussen. Manchmal ist es einfach möglich, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Manchmal nicht. Dann kann man nur dankbar sein, wenn „es“ trotzdem klappt. So wie am vergangenen Samstag…


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Montagmorgen #48: Entscheidungen manifestieren

Heute gehe ich in Bern zur Fremdenpolizei (=Einwohnermeldeamt für Ausländer*innen), um mich endgültig aus Bern und aus der Schweiz abzumelden. Damit wird eine Entscheidung, die ich schon lange getroffen habe, offiziell und endgültig.
Ein bisschen fühle ich mich dabei wie ein Hochzeitspaar, das jetzt ganz offiziel „ja“ zueinander sagen möchte. EIGENTLICH ändert sich nichts, und gleichzeitig ändert sich doch ganz viel; ein öffentliches Ja mit Brief und Siegel ist mehr als das Ja, das man einander sagt.
Wer weiß, was diese offizielle Abmeldung heute mit mir macht? Wer weiß, wie es einer Braut, einem Bräutigam mit ihrem und seinem offiziellen Ja geht? Wer weiß, wie es dir mit deinen Entscheidungen geht? Ich bin gespannt 🙂


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Montagmorgengeschichte. Die Sechzehnte.

Nachdem ich letzte Woche ein bisschen mit meinen handwerklichen Fähigkeiten geprahlt habe, kommt heute ein Eingeständnis meiner moralischen Schwäche. Und eine Erkenntnis.

Die Fotografin heißt übrigens Stephanie Wittmer, mein digitaler Treffpunkt zum Thema Hochzeiten in der Schweiz ist Traumich und für Hochzeiten, Reden, Geschichten und PR meine Webseite.


Ein Kommentar

Montagmorgengeschichte. Die Dreizehnte.

Einmal mehr: Wenn Dinge nicht so laufen, wie wir es geplant haben, haben wir die Chance, etwas ganz Besonderes zu erleben. „Anders“ kann auch besser, runder, facettenreicher, lebendiger, erfüllender sein. Wie ist das in dieser Woche bei dir?


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Montagmorgen. Die Zehnte.

Das Paar, das ich am letzten Samstag getraut habe, hat statt eines Ja-Worts 18 (also zweimal neun) Gründe genannt, warum er sie und sie ihn lieben. Wunderschön!  Ich denke, es gibt mehr als neun gute Gründe, sich bei jeder Entscheidung über das „Warum“ klar zu werden. Dann braucht man später weniger zu bereuen ;).


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Trau-Frau. Momente (m)eines Traumberufs.

Gegen Ende der letzten Hochzeitssaison bat Traumich-Gründer Mike Bucher (www.traumich.ch und www.traumich.de) uns, über einen einzigen, besonderen, berührenden Moment der Hochzeiten der vergangenen Saison zu schreiben. Kurz, bitte. Einen einzigen, besonderen Moment aus allen Hochzeiten herauspicken? Nein, da weigere ich mich!

Jede Zeremonie hat ihre berührenden, einzigartigen Momente. Da drückt die Brautmutter ihrem Schwiegersohn vor der Zeremonie ein Eisspray in die Hand, damit die Ringe sich an dem glutheißen Tag tatsächlich auf die Finger schieben lassen. Da reckt der Bräutigam beim Rauslaufen die Faust hoch, als habe er den größten aller Siege errungen. Da hebt das Kind der werdenden Eheleute beim Klang der Musik strahlend das Köpfchen und beginnt zu „dirigieren“. Da wischt die Braut ihrem Mann nach dem Kuss als erstes den Lippenstift ab. Oder ich muss die Zeremonie wegen Regen unterbrechen und die Gäste einladen, samt Stuhl in den Saal umzuziehen. Oder die Sängerin hört auf zu singen, weil die Tränen der Braut sie selbst rühren. Oder die Braut überreicht ihrem Liebsten beim Eheversprechen ein Cupcake und fragt die Gäste: „Habt ihr das Strahlen in seinen Augen gesehen?“ … Es hört nicht auf! Und ganz ehrlich: Bei jedem „Du bist mein bester Freund. Ich liebe dich.“ stehen mir noch immer die Tränen in den Augen.

Mich überwältigt das große Vertrauen, das die Paare mir entgegen bringen. Ich bin für sie eine Fremde, doch geben sie mir ganz tiefe Einblicke in ihr Leben … nach nur wenigen Stunden. Viele berührende Augenblicke erlebe ich schon in den Vorgesprächen.

Tja, und dann die Gäste … Gäste, die nach der Zeremonie zu mir kommen und sagen, dies sei das erste Mal gewesen, dass sie bei einer Hochzeit wirklich zugehört hätten. Oder: Dies sei die schönste Hochzeit, die sie je erlebt hätten.

Freie Trauungen sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sich das Ja-Wort geben. Für mich und das Traumich-Team beginnt jetzt die Hauptsaison. Ich freue mich auf neue Bilder, neue Begegnungen, neue Erlebnisse. Trau-Frau ist ein Traumberuf. Mein Herz ist in den letzten zweieinhalb Jahren ein Stück gewachsen.

*Beitragsbild und Bilder 3-7: hochzeitsfotograf-ag.ch;
Bilder 8-10: Julie Wagner, bywagner.com;
Bilder 1-2: Ioannis Kaltirimtzis