Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Nachdenken übers Texten, Erzählen, Heiraten … Leben


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Montagmorgen #121: Danke!

„Ich mach mir die Welt, … wie sie mir gefällt“ – Wenn ich genau hinschaue, dann stimmt das auch für mich. Dabei war ich gar kein Pippi-Langstrumpf-Fan. Aber meine Welt ist jetzt weitgehend, wie sie mir gefällt, und dafür sage ich heute allen, die dazu beigetragen haben und immer noch beitragen, ein herzliches „Danke“.

Übrigens auch für die Modeberatung der letzten Woche. War super cool!!!


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Stāsti krēslā – Geschichten in der Dämmerung. Schluss

Meine Reise zum Erzählfestival nach Valmiera, 6. bis 9. Oktober 2016

Wieder daheim

Natürlich hatte ich ganz viel Toblerone und Schweizer Wein für meine Gastgeber mitgenommen. Und doch war meine Tasche auf der Rückreise schwerer als vorher. Auf meinem Esstisch türmen sich Geschenke: lettische Süßigkeiten, Bücher, Kühlschrankmagnete mit lettischen Ornamenten, Pulswärmer, Sanddorngelee und Sirup, eine Kette aus Silber und Bernstein.

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Wunderschöne Dinge, und doch sind sie nur ein kleiner Teil dessen, was ich mitgebracht habe. Von der Freundlichkeit und der Offenheit der Menschen, von den Erinnerungen, von den Geschichten werde ich noch lange, lange zehren.


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Bohnen-Alternative: 5 beste Sachen

Dina hat die Geschichte von der Frau erzählt, die sich jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in die linke Jackentasche steckte. Wenn sie tagsüber etwas Schönes sah, hörte, erlebte, nahm sie eine Bohne und steckte sie von der linken Tasche in die rechte. Am Abend setzte sich dann auf ihren Lieblingsplatz, holte eine Bohne nach der anderen aus der rechten Tasche, betrachtete sie und erinnerte sich an all das Gute und Schöne, das ihr während des Tages geschehen war.

Bohnen

Ich trage gern Kleider und Röcke, und die haben meistens keine Taschen. Also brauchte ich eine andere Möglichkeit, mich zu erinnern. Auf Facebook habe ich dann die Idee gefunden, jeden Tag die Dinge, für die man dankbar ist, auf einen Zettel zu schreiben und diese Zettel in einem Marmeladenglas zu sammeln. Ich habe ein Gurkenglas genommen, weil es größer ist. Aber auch das war ziemlich schnell voll und brauchte viel Platz im Regal.

Dann kam eine Therapeutin mit der Idee, jeden Tag die fünf besten Dinge, die mir passiert sind, in ein Heft zu schreiben. Fünf Sachen. Nicht mehr und nicht weniger. Die erste Aufzeichnung ist vom 10. April 2013. Gefreut habe ich mich damals unter anderem über Sonnenschein im Schlafzimmer.

Seither schreibe ich täglich und bin inzwischen beim vierten Heft. Manchmal scheint es schwer, fünf Sachen zu finden, manchmal mogele ich und schreibe mehr. Auf jeden Fall bringt mich dieses kleine Ritual jeden Abend zum Lächeln. Da schlafe ich gleich leichter ein.

Die Hefte liegen griffbereit neben meinem Schreibtisch. Manchmal blättere ich darin.  Am 31. Mai habe ich notiert: Fernseher ausgemacht, als es langweilig wurde. Am 19. September: Mit meinem Wissen über Katharina, die Große, angegeben – hat gut getan. Am 1. Februar: Viel Nicht.

Ganz oft muss ich grinsen, wenn ich mich an die kleinen Situationen erinnere. Oft fallen mir sogar die Dinge wieder ein, die ich an dem Tag NICHT aufgeschrieben habe. Kurz und gut: Das 5-beste-Sachen-Heft gehört zu den besten Errungenschaften in meinem Leben. Und du kannst es gerne nachmachen!