Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Geschichten übers Schreiben, Erzählen, Heiraten. Und über Geschichten


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Montagmorgen #59: Geschichten – inspiriert von einem magischen Dorf

Ich hätte nie gedacht, dass ich mehr als einmal am selben Ort Urlaub machen würde. Doch dann war der magische Ort (www.musikdorf.ch) plötzlich da, und ich habe dort in den letzten 15 Sommern ZWÖLFmal Sommern eine oder zwei Wochen verbracht. Meine Lieblingsorte sind längst Bestandteil der einen oder anderen Geschichte geworden, und bei „Sommersäuseln“ – Premiere am 19.9.19 in Reinbek – kommt die Gegend rund um das Musikdorf Ernen im Wallis gleich mehrmals vor.

Falls DU Erzählerin oder Erzähler bist und dich damit befassen möchtest, wie du eigenes Erleben in deine Geschichten einbauen kannst, könntest du den Workshop mit Karin Wedra am 5. und 6. Oktober 2019 in Hamburg besuchen; es sind noch drei Plätze frei. Näheres gibt’s auf www.roswithamenke.de/Termine.


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Montagmorgen #58: (Falsche) Bilder im Kopf

Am 22. und 23. Februar 2020 wird die Märchenerzählerin Karin Tscholl alias Frau Wolle in Hamburg einen Workshop für Erzählerinnen und Erzähler leiten, Titel: „Sein Licht auf den Scheffel stellen“.
Was aber ist eigentlich ein Scheffel? – Ich war ganz sicher, es zu wissen. Doch dann stellte ich fest, dass es in meinem Kopf bloß eine Bilderflut zu diesem Begriff gibt, die mit der tatsächlichen Wortbedeutung nichts zu tun hat. Inzwischen kenne ich die Wortbedeutung, und doch: Die Bilder im Kopf bleiben. Und darin könnte die Magie beim Geschichtenerzählen liegen …

Infos zum Workshop findest du in wenigen Wochen an dieser Stelle. Oder frag mich schon jetzt per Telefon oder E-Mail!


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Montagmorgen #57: Leidenschaft

Als hochdeutsch sprechende Erzählerin werde ich in der Schweiz anscheinend gern zur Sprachautorität. Am Wochenende wollte jemand wissen, was denn „Leidenschaft“ mit Leiden zu tun hätte. Meine Recherchen waren sicher nicht umfassend. Interessant fand ich jedoch diese Erläuterung zu deutschen Sprache im Allgemeinen.

Und hier noch die Erinnerung an das Seminar „Biografisches Erzählen“ am 5. und 6. Oktober in Hamburg. Es gibt noch einige Plätze. Informationen findest du auf meiner Webseite.

 


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Montagmorgen #50: Nähe und Distanz

Die „Gänge“ in der Lübecker Altstadt sind Kleinode: Winzige Häuschen an schmalen Gängen, die sich hinter Einfahrten in ehemaligen Hinterhöfen verstecken. Die Häuser sind bunt bemalt, die Gänge liebevoll mit Blumen, Pflanzen, Tischen, Stühlen und Kunstwerken geschmückt, und ich habe jedes Mal, wenn ich dort bin, das Gefühl, ich betrete den privaten Raum anderer Menschen.
Mich erinnert das an Gespräche, die ich mit anderen führe – im beruflichen Kontext z. B. mit Hochzeitspaaren, denen ich ja sehr private Fragen stellen darf oder gar stellen muss, aber auch privat. Wie nah darf ich den Menschen treten? Wie intensiv darf ich in ihr Küchen-, Badezimmer- oder gar Schlafzimmerfenster schauen? Woran merke ich, ob näher kommen darf, näher kommen will?
Woran merkst du so etwas? Und was tust du, wenn jemand deine Grenze überschreitet? Hier gibt’s wieder ein paar neugierige Montagmorgenfragen für die kommende Woche.


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Montagmorgengeschichte #44: Tränen beim Erzählen

Hast du auch so nahe am Wasser gebaut wie ich? – Wie schön! Und vor allem kein Grund, darauf zu verzichten, Geschichten zu erzählen. Ich verrate dir, was du tun kannst, damit Tränen dich beim Präsentieren nicht überwältigen.

Wenn du dich mit Biografischem Erzählen befassen möchtest, komm doch zu unserem Workshop:

Wann? – 5./6. Oktober, jeweils von 10 bis 17 Uhr
Wo? – Magnus-Hirschfeld-Centrum, Hamburg
Wer? – Erzählerinnen, Erzähler und alle, die etwas zu sagen haben
Mit wem? – Karin Wedra von den Sprechwerkern
Wie teuer? – 215 Euro pro Person
Anmelden? – Ja, bitte bis 1.9. bei mir: r.menke@roswithamenke.de
Infos? – Gibt’s auch bei mir, r.menke@roswithamenke.de

 


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Montagmorgen #37: Storytelling zu dritt

Ein wunderbares Storytelling-Wochenende liegt hinter mir. Mary-Alice, Yannis und Jan haben einen Live-Workshop zum Thema Imagine 2019 in Bonn organisiert, und wir haben mit Storytelling-Mitteln auf die ersten dreieinhalb Monate des Jahres zurückgeschaut und herausgefunden, was wir für die nächsten Monate mitnehmen können. Von einer Übung erzähle ich hier. Du kannst sie allein ausprobieren. Wenn du aber zwei Mitmacher*innen findest, wird es viel, viel spannender:

 


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Montagmorgengeschichte. Die Vierunddreißigste.

Letzte Woche ist viel passiert; die Auswahl der Geschichte für den heutigen Morgen fällt mir schwer. Aus marketingtechnischen Gründen sollte ich erzählen, dass ich am Mittwoch und Donnerstag in de Gode Stuv in Radbruch bei Lüneburg meinen „Balladensch(w)atz“ erzähle. Aber passt das hierher? … Na klar, es geht doch drum, Brücken zu bauen. Oder etwa nicht?!

Wenn Märchen auf Poetry Slam treffen, geschieht etwas Merkwürdiges. Mir schien am letzten Samstag in Kulturrösterei in Lübeck der Slam poetischer als sonst, und die Märchen wirkten auf mich, als hätten sie sich ganz entschieden aufgemacht in die Moderne und würden – vielleicht – deutlicher als sonst zu uns sprechen. Die beiden Genres hatten einander und uns etwas zu sagen. Ich wünsche mir, dass das auch beim Storydinner in de Gode Stuv diese Woche passiert und dass die alten Balladen und meine daraus entstandenen Geschichten einander – und den Zuhörerinnen und Zuhörern – etwas zu sagen haben.