Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Geschichten übers Schreiben, Erzählen, Heiraten. Und über Geschichten


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Montagmorgen #37: Storytelling zu dritt

Ein wunderbares Storytelling-Wochenende liegt hinter mir. Mary-Alice, Yannis und Jan haben einen Live-Workshop zum Thema Imagine 2019 in Bonn organisiert, und wir haben mit Storytelling-Mitteln auf die ersten dreieinhalb Monate des Jahres zurückgeschaut und herausgefunden, was wir für die nächsten Monate mitnehmen können. Von einer Übung erzähle ich hier. Du kannst sie allein ausprobieren. Wenn du aber zwei Mitmacher*innen findest, wird es viel, viel spannender:

 


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Montagmorgengeschichte. Die Vierunddreißigste.

Letzte Woche ist viel passiert; die Auswahl der Geschichte für den heutigen Morgen fällt mir schwer. Aus marketingtechnischen Gründen sollte ich erzählen, dass ich am Mittwoch und Donnerstag in de Gode Stuv in Radbruch bei Lüneburg meinen „Balladensch(w)atz“ erzähle. Aber passt das hierher? … Na klar, es geht doch drum, Brücken zu bauen. Oder etwa nicht?!

Wenn Märchen auf Poetry Slam treffen, geschieht etwas Merkwürdiges. Mir schien am letzten Samstag in Kulturrösterei in Lübeck der Slam poetischer als sonst, und die Märchen wirkten auf mich, als hätten sie sich ganz entschieden aufgemacht in die Moderne und würden – vielleicht – deutlicher als sonst zu uns sprechen. Die beiden Genres hatten einander und uns etwas zu sagen. Ich wünsche mir, dass das auch beim Storydinner in de Gode Stuv diese Woche passiert und dass die alten Balladen und meine daraus entstandenen Geschichten einander – und den Zuhörerinnen und Zuhörern – etwas zu sagen haben.


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Montagmorgengeschichte. Die dreiunddreißigste.

Schreiben – das war lange Jahre MEIN Thema. Vor zwanzig Jahren habe ich den ersten Schreibkurs für andere gegeben. Irgendwann hat das Erzählen das Schreiben überholt. Das Schreiben ist in den Hintergrund getreten – zumindest das private. Aber jetzt … hör selbst:

Meine Termine, also Erzählauftritte, Traureden, Kurse, findest du übrigens auf meiner Webseite unter „Termine“.


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Begeistert!

Vor langer, langer Zeit, vor gut einem Jahr fragte mich eine Lehrerin, ob ich sie bei einem Schulprojekt unterstützen könne. Ihre Schule führe ein Projekt «Lernfamilie» durch, in dem Schüler aus der 1. bis 6. Klasse ein Jahr lang an einem Projekt arbeiteten. Sie – als Handarbeitslehrerin – plane, mit ihrer elfköpfigen Mädchengruppe ein Buch aus Putzlappen zu gestalten. Es fehle noch die Geschichte für das Buch, und sie habe gehört, ich hätte da so einen Geschichtenbaukasten…

Stimt, ich arbeite mit dem Geschichtenbaukasten von Helga Gruschka. So entstand die Geschichte von der kleinen Malerin Pampelmus vom Nadelfluss, die ihre Bilder so gern in der Stadt im Museum zeigen wollte.

Heute, viele Monate später lag in meinem Briefkasten ein dicker Umschlag. Die Lehrerin, Jacqueline Bättig hatte auch für mich ein Putzlappenbuch gemacht. Ein Kunstwerk! … Seht selbst:


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Liebe Meike Winnemuth,

eigentlich müsste dieser Beitrag mit «Liebe Susanne» überschrieben sein, denn die hat mir Ihr Buch «Das große LOS» nicht nur ans Herz, sondern auch auf den Tisch gelegt: «Die Frau hat ein ganzes Jahr lang jeden Monat in einer anderen Stadt gelebt. Das könnte dir gefallen.»

Ich wollte das gar nicht lesen, Meike, echt nicht. Mich würde ja doch nur der Neid packen, und ich würde wieder an all das erinnert, was mir nicht gelingt, gelungen ist, gelingen wird. Bei Jauch habe ich mich schon x-mal vergeblich als Kandidatin beworben; Selbstversuche scheitern nach drei Stunden, drei Tagen, zweieinhalb Monaten (das war die 5-2-Diät, ausgesprochen wirksam!). Solches Scheitern per Blog oder gar Buch in die Welt hinauszuschreiben, würde a) an meiner Bequemlichkeit und b) an der festen Überzeugung scheitern, dass das sowieso niemand lesen will. In dieser Reihenfolge, bitte!

Na ja, ich hab also das Buch genommen, in die Einkaufstasche gesteckt und diese in der S-Bahn liegen lassen. Nicht mit Absicht, bestimmt nicht, schließlich war das Buch geliehen. Nach exakt einem Monat meldete die Bahn, dass Tasche und Buch wider Erwarten aufgetaucht seien. Anlass für einen erfreuten Post auf Facebook. Dann der Kommentar von Steffie: «Und das inspirierende „Grosse Los“ Buch :). Ich finde nämlich schon lange, dass du was von ihr hast.»

War das etwa ein Kompliment? Ich mache mich mal ans Lesen. Mehr als einen Monat am Stück schaffe ich selten. Es gibt immer so viel zu lachen, zu weinen, zu denken. Und: Nein, ich bin überhaupt nicht neidisch. Der Schlüssel zum anderen Leben klimpert ja andauernd in meiner Kleider-, Hosen-, Rock-, Jackentasche und ich benutze ihn immer wieder. «Try. Fail. Try again. Fail better.» Beckett lässt grüßen.

Sie haben mir also, liebe Meike, einmal mehr klar gemacht, wie wertvoll, freudvoll, lebendig mein Leben ist. Dafür sage ich Ihnen und natürlich auch Susanne ein herzliches, also so ein richtig voll von Herzen kommendes Dankeschön.

Und wenn ich nach London komme, kaufe ich mir einen Morgenmantel. Wo gibt’s die schönsten?

Ihre Roswitha


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Interview auf Story-Power

Oh je und oh ja. Selbst wenn man ein Interview im Vorfeld einigermaßen vorbereiten kann, ist das Beantworten von Fragen «live» schwieriger als eine Rede, ein Vortrag, ein kompletter Erzählkunstabend.

Ich hoffe, du findest trotzdem DEN EINEN überraschenden Tipp für deine eigenen Geschichten.