Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Nachdenken übers Texten, Erzählen, Heiraten … Leben


Hinterlasse einen Kommentar

Montagmorgen #156: Gastfreundschaft

Was macht eigentlich einen guten Gast aus? Und was verdient ein Mensch, der kein guter Gast ist? Na??? – Eine kleine Geschichte aus einem der vielen Frau-Wolle-Bücher illustriert das auf ziemlich radikale Weise.

In den letzten drei Wochen durfte ich Gast sein, ja, ich durfte quasi in ein fremdes Leben hineinrutschen. Ich durfte auf der Suche nach einem Handtuch und dem Staubsauger fremde Schränke öffnen. Ich durfte aus Gläsern trinken und von Tellern essen, die mir nicht gehören. Ich durfte ganz allein herausfinden, welcher Drehknopf welche Herdplatte einschaltet, und vieles mehr. Bei jeder dieser Entdeckungen ist mir aufgegangen, wie viel Vertrauen von Seiten meiner Gastgeberin ich gerade genieße: Ich darf all das!


Darum an dieser Stelle ganz öffentlich: Herzlichen Dank für das Vertrauen – an S. und an alle vergangenen und zukünftigen Gastgeber*innen, die mich gelehrt haben und lehren werden, vertrauensvoll zu nehmen!


Hinterlasse einen Kommentar

Montagmorgen #100: Zwischen Komfort und Panik

Meine Freundin Karin Tscholl, die wunderbare Märchenerzählerin aus Igls bei Innsbruck, erklärt in Workshops gern, es gebe die Komfortzone, in der man nicht so viel lernt, die Lernzone, die sich nicht ganz bequem anfühlt, aber Lernen ermöglicht, und die Panikzone, wo man sich weder gut fühlt noch etwas lernt.

Ich stolpere ja gern man aus der Komfortzone heraus, oft unbeabsichtigt. Dann muss ich zusehen, dass ich vor dem Abgleiten in die Panik doch noch etwas lerne. Wenn es klappt, tun sich erstaunliche Möglichkeiten auf: Begegnungen, Erkenntnisse, Erfahrungen. Das ist schön.

Nicht so schön ist das Erschrecken, wenn ich plötzlich merke, dass ich nicht nur die Komfortzone hinter mir gelassen habe, sondern schon mit beiden Füßen in der Panikzone stehe. Würde es helfen, Schilder aufzustellen, sozusagen die Zonengrenzen zu markieren? – Ich hab da ne Theorie. Was meinst du?


Hinterlasse einen Kommentar

Montagmorgen #83: Storytelling – die andere Perspektive

Vorletzte Woche habe ich bei Karin Tscholl (Frau Wolle, https://www.frauwolle.at) gelernt, noch besser, stärker, klarer aus meinen Geschichten zu leuchten. Was für Erzählkunst gilt, gilt noch mehr für autobiografische Geschichten, mit denen du im beruflichen Kontext „wirken“ möchtest.

Hier ist meine Lieblingsübung aus dem Seminar, die auch für Biografie-Geschichten ganz hervorragend geeignet ist.


Hinterlasse einen Kommentar

Montagmorgen #58: (Falsche) Bilder im Kopf

Am 22. und 23. Februar 2020 wird die Märchenerzählerin Karin Tscholl alias Frau Wolle in Hamburg einen Workshop für Erzählerinnen und Erzähler leiten, Titel: „Sein Licht auf den Scheffel stellen“.
Was aber ist eigentlich ein Scheffel? – Ich war ganz sicher, es zu wissen. Doch dann stellte ich fest, dass es in meinem Kopf bloß eine Bilderflut zu diesem Begriff gibt, die mit der tatsächlichen Wortbedeutung nichts zu tun hat. Inzwischen kenne ich die Wortbedeutung, und doch: Die Bilder im Kopf bleiben. Und darin könnte die Magie beim Geschichtenerzählen liegen …

Infos zum Workshop findest du in wenigen Wochen an dieser Stelle. Oder frag mich schon jetzt per Telefon oder E-Mail!