Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Geschichten übers Schreiben, Erzählen, Heiraten. Und über Geschichten


Hinterlasse einen Kommentar

Montagmorgengeschichte. Die Sechsundzwanzigste.

Nichts zu machen – es geht immer noch um Story the Future. Ich habe in der vergangenen Woche mehrere Stunden lang Interviews gehört, an einem interaktiven Workshop teilgenommen und an einer riesigen Diskussion. Einen Workshop habe ich leider verpasst und freue mich, ihn immerhin nachhören zu können. Das alles – also, außer den Live-Dingen – kannst du auch noch machen: Auf www.storythefuture.com gehen, den All-Access-Pass kaufen, und dann stehen dir die Videos bis Ende Juni zur Verfügung.

Eine Erkenntnis der letzten Woche, vor allem aus dem Interview mit Chené Swart: Es kommt aufs Wort an, und es ist wichtig, dass ich meinen Gesprächspartnern „ihr Wort“ lasse. Wenn du magst, hör rein …


Ein Kommentar

Montagmorgengeschichte. Die fünfundzwanzigste.

Dass deine Geschichte ganz und gar einzigartig ist, das weißt du sicher. Was aber kannst du daraus und damit machen? Ich gehe dem in den nächsten drei Wochen (21.1.-9.2.2019) nach und lerne. Du kannst gern mitlernen und dich unter www.storythefuture.com registrieren. Gern arbeite ich mit dir zusammen an deiner und mit deiner Geschichte.


6 Kommentare

Begeistert!

Vor langer, langer Zeit, vor gut einem Jahr fragte mich eine Lehrerin, ob ich sie bei einem Schulprojekt unterstützen könne. Ihre Schule führe ein Projekt «Lernfamilie» durch, in dem Schüler aus der 1. bis 6. Klasse ein Jahr lang an einem Projekt arbeiteten. Sie – als Handarbeitslehrerin – plane, mit ihrer elfköpfigen Mädchengruppe ein Buch aus Putzlappen zu gestalten. Es fehle noch die Geschichte für das Buch, und sie habe gehört, ich hätte da so einen Geschichtenbaukasten…

Stimt, ich arbeite mit dem Geschichtenbaukasten von Helga Gruschka. So entstand die Geschichte von der kleinen Malerin Pampelmus vom Nadelfluss, die ihre Bilder so gern in der Stadt im Museum zeigen wollte.

Heute, viele Monate später lag in meinem Briefkasten ein dicker Umschlag. Die Lehrerin, Jacqueline Bättig hatte auch für mich ein Putzlappenbuch gemacht. Ein Kunstwerk! … Seht selbst:


Hinterlasse einen Kommentar

Gamarjoba, Roswitha!

Hättest du’s gewusst? – Gamarjoba heißt hallo. So wird man in Georgien begrüßt.
Warum ich so etwas weiß? – Weil ich ein neues Hobby habe, das fast überhaupt nicht elektronisch ist, aber ganz viel mit Kommunikation zu tun hat: Postcrossing.

Der elektronische Teil 1 von Postcrossing besteht darin, dass du dich auf www.postcrossing.com registrierst und dir Postadressen – also so richtig Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Stadt, Land – von anderen Postcrossern geben lässt.

Diesen Menschen schreibst du dann ganz konventionell eine Postkarte. Wenn deine Postkarte beim Empfänger angekommen ist und dieser die Karte registriert hat (s. u., elektronischer Teil 2), geht auch deine eigene Postadresse in den Verteiler, und irgendwann landen Postkarten in deinem Briefkasten.

Wenn du eine Postkarte in deinem Briefkasten findest, kommt der elektronische Teil 2: Du registrierst die Karte auf der Postcrossing-Plattform.

Ich habe erst vor zwei Wochen mit dem Spiel begonnen. Es sind gerade vier Postkarten unterwegs, unter anderem nach Weißrussland und Taiwan, zwei sind schon am Ziel (in Deutschland und Finnland), und die erste habe ich gerade erhalten. Da öffnet sich ein papiernes Fenster zur Welt. Ich bin gespannt, wie bunt meine Landkarte in den nächsten Wochen und Monaten wird. Wer weiß, vielleicht begegnen wir einander auch einmal im Format DIN A6??

Ach ja, und bei jedem neuen Einloggen wirst du in einer anderen Sprache begrüßt. Hallo auf kroatisch heißt bok.


Hinterlasse einen Kommentar

Der Norden schweigt? – Ach was!

St. Peter-Ording sei schön. Also fahre ich am vorerst letzten nördlichen Sonntag hin. Den Weg bis Husum kennt mein Auto schon, danach hilft die Luise mit präzisen Richtungs-, Abbiege- und Geschwindigkeitshinweisen. Dann die Kreuzung, das Schild, kein Foto.

Nach links geht es wohl zu einem entfernten Kollegen. Wer anders sollte in (der) Reimersbude wohnen als ein Dichter? Ein tolles Umfeld hat der Reimer sich ausgesucht. Wenn’s ihm an Humor gebricht, geht er in die nächste Umgebung: Witzwort. Hält er es hingegen mit hanebüchenen Hab- und pyramidonalen Saumseligkeiten, fährt er weiter … und kommt nach Oldenswort.

Sollte es mit der Reimerei gar nichts werden, liegt (der ganze) Krempel im Süden. Und links von St. Peter-Ording, da findet der Reimer alles, was er braucht: Welt.

Der Ausflug hat sich gelohnt; manchmal war’s zum Brüleen!


2 Kommentare

Interview auf Story-Power

Oh je und oh ja. Selbst wenn man ein Interview im Vorfeld einigermaßen vorbereiten kann, ist das Beantworten von Fragen «live» schwieriger als eine Rede, ein Vortrag, ein kompletter Erzählkunstabend.

Ich hoffe, du findest trotzdem DEN EINEN überraschenden Tipp für deine eigenen Geschichten.


Hinterlasse einen Kommentar

Dumm gelaufen, oder was?!

Wikipedia sagt: «Der Safran (von arabisch/persisch زعفران, DMG zaʿfarān, „Safran“, wissenschaftlicher Name Crocus sativus) ist eine Krokus-Art, die im Herbst violett blüht. Aus den Stempeln ihrer Blüten wird das ebenfalls Safran genannte Gewürz gewonnen.»

Vom Safran haben anscheinend schon die Mönche im 15. Jahrhundert und dann im 17. Jahrhundert die Herzogin Marie Elisabeth gewusst. Was hatten die frommen Herren mit der begeisterten Zuckerbäckerin gemeinsam? Sie lebten an derselben Stelle «vor Husum». Die grauen Mönche hatten ein Kloster, Marie Elisabeth wohnte in dem Schloss, das an der Stelle des Klosters errichtet worden war.

Die Mönche hätten gern ihre liturgischen Gewänder mit Safran gefärbt; die Herzogin hätte mit Safran gern ihre Kuchen gewürzt. Ob nun die Mönche, die Gärtner der Herzogin oder noch jemand ganz anderes die abertausend Krokusknollen rund um das Schloss vor Husum gepflanzt haben, weiß gemäß der Tafel im Schlosspark niemand mehr.

Tatsache ist: Wenn die Mönche, die Herzogin oder sonst jemand Safran hätten ernten wollen, werden sie von den Stempeln ihrer lila Blümchen wohl sehr enttäuscht gewesen sein. Die Blütenstempel sind nämlich kein bisschen würzig, und die Krokusse blühen nicht im Herbst, sondern im Frühling. Im März. Jetzt.

Man nennt es «das Wunder des Nordens», und Husum bereitet sich auf einigen riesigen Besucheransturm vor. Am Sonntag sind sogar die Geschäfte offen, damit die Leute nicht nur Krokusse gucken müssen.

Ich hab heut‘ schon geguckt. Im Schlosspark. Wunderschön!