Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Nachdenken übers Texten, Erzählen, Heiraten … Leben


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Montagmorgen #116: Weit(er)blicken

Das Ahorn und die Buche vor meinem Küchenfenster verfärben sich und werfen die Blätter ab. Ich kann wieder auf die Straße gucken und brauche mittags in der Küche kein Licht einzuschalten. Gleichzeitig werde aber auch ich wieder sichtbar für meine Nachbar*innen. Ein interessanter Gedanke: Wenn ich weit sehen will, muss ich selbst sichtbar werden. Was meinst du?


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Montagmorgen #92: Wie geht es dir?

Welche Geschichten wollen wir diese Woche, nächste Woche, nächsten Monat, in einem, fünf, zehn, zwanzig Jahren erzählen? … Eine Antwort gibt es schon am kommenden Donnerstag. Andere Antworten suche ich noch und freue mich sehr, wenn du dabei hilfst.


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Montagmorgen #85: Das geht vorbei

Falls du es noch nicht mitbekommen hast: Der Erzählkunstabend „Der Schimmel ohne Kopf“ am kommenden Donnerstag (19. März 2020) ist abgesagt. Darum erzähle ich heute eine andere Geschichte und hoffe, sie macht dir in diesen harten Zeiten ein bisschen Mut.

Das Zitat von Emmanuel Macron, das ich erwähne, findest du hier: https://www.freitag.de/autoren/reinhardt-gutsche/macron-geht-an-s-eingemachte-1?fbclid=IwAR0I6P7JaXTS5K221OEQUpAmeDOa6_sgOlseRTfdVxobgmP6L-9gqLwGwYE.

Das Original befindet sich hier: https://www.elysee.fr/emmanuel-macron/2020/03/12/adresse-aux-francais (abgerufen am 15. März 2020). Meine Frage bleibt: Wer sind „wir“, und was für ein „wir“ wollen wir denn?


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Montagmorgengeschichte. Die Dreiundzwanzigste.

In der letzten Woche habe ich um Feedback zu meiner Geschichte gebeten. Danke an alle, die mir per WhatsApp, Telefon und E-Mail ihre Gedanken zu meinen Stärken rückgemeldet haben. Das hat gut getan. In der heutigen Montagmorgengeschichte erzähle ich von einer dieser Rückmeldungen. Vielleicht ermuntert dich das, auch mal um Feedback zu deinen Stärken zu bitten. Es kann so schön sein!


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Die klare Sonne bringt es an den Tag

Es ist der 28. Dezember und ich hocke einmal mehr wie eine brütende Henne am Schreibtisch. Da muss, muss, muss doch noch eine Idee kommen! Die Sonne blinzelt zum Fenster rein, und endlich hält es mich nicht mehr am Schreibtisch. Auf, raus in den Wald.

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Der Nebel klebt noch dick zwischen den Bäumen. Ich sehe die nächsten paar Meter des Wegs, doch der Rest verschwindet in gleißendem Weiß. Darüber, nur knapp über den Baumwipfeln, ist die Luft klar. Die Sonne leuchtet mit aller Wintermacht auf die Bäume, der Nebel würde sich aufgelöst haben, bevor ich wieder zu Hause bin.

Mann, o Mann! Deutlicher kann’s nicht sein!? Jeder neue Weg liegt erst einmal im Nebel. Und jedes Mal werden entweder die Sonne oder ich selbst den Nebel auflösen. Ich muss einfach losgehen. Dann sehe ich, was vor mir liegt.

Die drei riesigen, breitschultrigen schwarzen Gestalten, die mir lautlos entgegentaumeln, werden sich bei näherem Hingehen als eine kleine Frau im roten Anorak und zwei sportliche, vergnügte Männer entpuppen. Der unheimliche Hund mutiert zu einem angeleinten, aufmerksamen Welpen. Ein großer Welpe, aber eben doch ein Hundekind!

Ganz wie im richtigen Leben: Wenn ich nicht losgehe, erfahre ich nicht, was mich erwartet. Und ich komme niemals an. Wenn ich mich den Dämonen nicht stelle, werde ich nie erkennen, dass sie in Wahrheit nur Schattenspiele sind.

Und für den Fall, dass sie KEINE Schattenspiele sind, wird mir schon das Richtige einfallen.