Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Nachdenken übers Texten, Erzählen, Heiraten … Leben


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Montagmorgen #76: Messebegegnungen

Vorgestern und gestern habe ich mich auf der Messe „Herz an Herz“ in Lübeck als Traurednerin präsentiert – eine tolle Erfahrung. Ich erzähle heute von ein paar Begegnungen und frage mich, welche Geschichten ich MIR erzähle und welche du DIR erzählst. Vielleicht magst du deine Geschichte weitererzählen. Ich würde mich freuen.


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Montagmorgen #75: Ein Jahresmotto?

Vor zwei Wochen habe ich über die Raunächte erzählt und dir das Ritual mit den 13 Wünschen fürs neue Jahr vorgestellt. Gestern Abend durfte ich nun den letzten Zettel öffnen und lesen, für welchen Wunsch ich in diesem Jahr selbst zuständig bin. Es ist tatsächlich einer, an dem ich an jedem Tag und in jeder Minute arbeiten kann. Darauf freue ich mich.

Wenn du Lust hast, mit mir über deine Wünsche zu plaudern, hättest du die nächste Live-Gelegenheit am Samstag oder Sonntag (11./12. Januar 2020) auf der Hochzeitsmesse Herz an Herz in Lübeck. Du findest mich am Stand 92, und ich freue mich aufs Plaudern mit dir.


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Montagmorgen #73: Kurz vor den Raunächten

Die Raunächte stehen vor der Tür, und damit ist die Tür zur Geisterwelt ein Stückchen offen. Aber wie ist das mit den Geistern? Wie ist das mit den Toten? Als mir vor einigen Jahren zum ersten Mal jemand „begegnet“ ist, den ich zu seiner Zeit auf der Erde nicht gekannt hatte, war ich gar nicht so überrascht, wie ich es erwartet hätte. Seither nehme ich die Raunächte ernst, und das Ritual, das mir eine Freundin vor ein paar Tagen geschenkt hat, das werde ich durchführen. Wenn du es auch machen willst, hör hin:


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Weil da was flackern muss

Roll-ups, Fotobücher, Tücher, Kerzen, Trockenblumen, Schleifen … auf der Hochzeitsmesse in Neumünster waren etliche kreative Standgestaltungen zu entdecken. Aber warum kann ich mich nicht an Bildschirme, Leinwände, bewegte Bilder erinnern? Vielleicht waren keine da? Vielleicht haben die Menschen sich zu sehr bewegt?

Mein Bruder jedenfalls ist – unter anderem – Messebauer, und er ist sicher, dass sich auf einem Stand auch Bilder bewegen müssen. Mein derzeitiges Traurednerinnen-Video zeigt jedoch nur mich beim Reden. Ziemlich uninformativ, wenn man den Ton ausschaltet, und mit Ton vermutlich unendlich lästig für mich und die Standnachbarn. Also habe ich in den freigegebenen Bildern vergangener Zeremonien gekramt und informative, bewegende Bilder und Texte zusammengebaut. Tonlos fürs Erste. Was meinst du?


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Hier ist es grau, aber …

Das, was ich hier vor dem Fenster sehe, möchte ich euch gar nicht zeigen. Es ist ziemlich grau, und auch der Busch mit seinen geradezu ausschlagenden Blättern heitert mich nicht auf. Das hat jedoch Ursula geschafft, die auf facebook heute diesen Link geteilt hat:

https://artedeablog.wordpress.com/2016/03/13/eine-kleine-geschichte-zu-den-oster-eiern/

Da wünsch‘ ich doch mal von Herzen frohes Ostereier-Bemalen!


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Ja, … aber mit Ritual

Hochzeitskarten

Zugegeben, ich habe nicht recherchiert, wie viel Prozent der Hochzeitspaare in diesem Jahr auf den kirchlichen Segen verzichtet haben. Doch meine Erfahrung im ersten Jahr als Zeremonienleiterin im Traumich-Team hat gezeigt, dass sehr, sehr viele Paare sich anstelle einer kirchlichen Trauung ein weltliches Ritual wünschen. Ein weisses Kleid, ein guter Anzug, das blaue Strumpfband, Brautstrauss, Blumenkinder, Musik und natürlich viele Verwandte und Freunde sollen den Hochzeitstag begleiten. Das „Ja“ vor dem Zivilstandsbeamten wird ergänzt durch ein „Ja“ (oder mehrere „Jas“) vor einem Zeremonienleiter, vor einer Zermonienleiterin. Viele Paare formulieren ihre Eheversprechen ganz individuell – den Morgenkaffee ans Bett zu bringen, ist ebenso wichtig wie das wortlose Einsammeln der Golfschläger nach einem Wutausbruch des Partners oder der bedingungslose Rückhalt in Veränderungen und schwierigen Zeiten.

Warum eine solche Zeremonie? – „Wir wollen unser Zusammensein besiegeln und zeigen, dass wir zusammengehören. Dazu wollen wir ein Fest feiern, das mehr ist als ein ‚rundes Geburtstagsfest‘.“ „Wir haben gemeinsam eine Menge durchgemacht, jetzt ist es Zeit, dass wir uns zu unserer Zusammengehörigkeit bekennen.“ „Wir haben schon nach der Verlobung gemerkt, dass ‚etwas anders ist‘, obwohl sich eigentlich gar nichts geändert hat. Wenn wir vor unseren Verwandten und Freunden ‚ja‘ sagen, dann hat das eine viel grössere Verbindlichkeit.“

In eine Zeremonie sind meist Rituale integriert: Ihr könnt mit euren Freunden und Verwandten Brot brechen und teilen, ihr könnt farbigen Sand in eine Glasvase schütten, ihr könnt ein Bild malen, ihr könnt über einen mit Blumen bestreuten Weg gehen oder euch mit Seifenblasen bepusten lassen, ihr könnt ganz klassisch Ringe tauschen oder, oder, oder.

Als Zeremonienleiterin begleite ich euch und eure Gäste durch die Rituale, die ihr für euch als stimmig empfindet. Und ich erzähle euch und eurem Gästen noch einmal eure Liebesgeschichte. Natürlich kann ich nur die Informationen verwenden, die ihr mir im Vorfeld gebt. Und natürlich erzähle ich nur das, wozu ich eure Erlaubnis habe. Und ihr? Ihr schaut zusammen mit euren Gästen auf die Geschichte, so wie ich sie als Aussenstehende sehe – als Märchen, als Reisebericht, als Theaterstück, als Volleyballmatch, als …. Ihr hört einmal mehr, was euch verbindet, was euch als Paar ausserordentlich und ausserordentlich stark macht. Ich wünsche euch, dass ihr daraus die Kraft schöpft, eure Geschichte weiterzuerzählen, weiterzuleben. Eure Geschichte, wie immer sie aussieht, hat einen einzigartigen Zauber. Und der kann glücklich machen.