Erlesenes, Erlogenes, Erlebtes

Geschichten übers Schreiben, Erzählen, Heiraten. Und über Geschichten


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Montagmorgengeschichte. Die Neunte

Bodo Wartkes Gedanken zum Hambacher Wald sind übrigens auch sehr hörenswert.

Und wenn auch du das Hambi-Support-Camp unterstützen möchtest, lies einfach weiter:

Aktivist*innen werden vom 25. bis 29. Oktober in einer Massenaktion zivilen Ungehorsams die Braunkohle-Infrastruktur am Tagebau Hambach blockieren und damit den Hambacher Wald vor der Zerstörtung durch dreckigen Braunkohle-Abbau schützen. Weil es im Oktober schon recht kalt werden kann (einige Aktivist*innen werden auch über Nacht in den Blockaden bleiben) freuen sie sich über warme Schals. Diese Schals sollen rot sein, damit wir damit gleichzeitig die rote Linie bilden können, die klar signalisiert: Bis hierher und nicht weiter! Sofortiger Stopp für Kohle! Hambi bleibt! Also, ran an die Stricknadeln: Strickt Schals und schickt sie uns bis spätestens 20.10. per Post (Adresse unten) oder bringt sie direkt beim Hambi-Support-Camp in Manheim vorbei!

Helft mit, diese rote Linie zu bilden und werdet Teil des vielfältigen Protests für den Erhalt des Waldes, für den sofortigen Kohleausstieg und für Klimagerechtigkeit weltweit! Ihr könnt die Schals direkt zum Camp bringen: Hambicamp Friedensstraße 50170 Kerpen (Manheim) Infos zum Hambi-Support-Camp: https://hambacherforst.org/blog/2018/09/21/informationen-zum-hambi-camp-in-manheim/ Oder ihr könnt sie per Post zur Sammelstelle schicken: Klimavernetzung Wuppertal c/o Birgit Gladbach-Eckstein Am Elisabethheim 33h 42111 Wuppertal


Ein Kommentar

Nur zwei Dinge

Die Nachrichten im schweizerischen Radio berichteten heute früh von Demonstrationen im Vorfeld des UN-Klimagipfels in New York. 30.000 Menschen seien in New York mitmarschiert. Wow! Zu den Initianten des Klimaaktionstages gehörte das weltweite Kampagnen-Netzwerk www.avaaz.org. Auf der Webseite konnte man ein Land eingeben und feststellen, welche Aktionen es in der Nähe gibt.

Immerhin gab’s in der Schweiz mehr als Nichts: Fünf (!) Aktion; die für mich nächste war in Thun. Wer jetzt aber denkt, die halbe Alpenstadt wäre der wichtigen Sache zuliebe auf den Beinen gewesen, irrt. Dabei befindet sich der Versammlungsort nur etwa vier Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

Love the World

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Dort war’s so still, dass ich fast wieder umgekehrt wäre. Ah! Ein Garten … etwa 25 Menschen vor einem Plakat. Die jüngste kann kaum laufen, der älteste hat die 80 überschritten. Ein junger Mann erklärt die Aktion, die Herausforderungen und Gefahren des Klimawandels. Ein Architekt erläutert seine klimafreundlichen Solarprojekte, mit denen er seit Jahrzehnten Stadtväter und -mütter im deutschsprachigen Raum provoziert. Spannend. Ein Weißhaariger erklärt, wie eine vegane Lebensweise zum Klimaschutz beiträgt. Vieles davon ist mir neu. Dann wieder der Organisator, ein Einzelkämpfer: Er jammert , dass man von offiziellen Stellen keine Informationen bekomme. Prangert das mangelnde öffentliche Interesse an.

Nach anderthalb Stunden haben zwei Drittel der Klimainteressierten den Garten verlassen. Da fällt jemandem ein, dass man mit dem Plakat doch noch durch die Stadt laufen könnte. Ich verschwinde, wie wohl die meisten noch Anwesenden. Ernüchtert. Enttäuscht.

Und ich nehme mir vor, ZWEI Dinge zu tun:

  1. Ich esse nur noch einmal pro Woche Fleisch oder Fisch (www.wwf.ch/tipps)
  2. Ich überzeuge eine Person, sich ebenfalls in dieser Art fürs Klima zu engagieren

 

Also: Bist du’s? Änderst du ein kleines Ding in deinem Leben in Richtung Klimaschutz UND überzeugst einen anderen Menschen, es dir gleichzutun? – Prima. Herzlichen Dank! Ist doch klar: Wenn alle vor der eigenen Tür kehren, ist überall sauber 😉