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Der Schweinehund und die Sanduhr

Die Projektmanagementtagung 2014 ist Geschichte. Natürlich lernt man am meisten, wenn selbst einen Vortrag hält oder einen Workshop leitet. Ich hatte mein Aha-Erlebnis dieses Mal jedoch schon VOR meinem Workshop bei einer kleinen Plauderei mit dem Zeitmanagement-Spezialisten Ivan Blatter. Ich wollte wissen, ob er ihn auch kenne, diesen inneren Schweinehund (im Bild „Günter“).

Schweinehund_Günter

Als Profi-Zeitmanager sollte er doch eigentlich nicht … „Oh doch“, war die tröstende Antwort. Er kenne ihn gut. Und er habe einen stillen Trick.

Ich habe den stillen Trick kopiert. Er geht so:

  1. Besorge dir eine Sanduhr, die zehn Minuten misst
  2. Lege alles bereit, was du für die unangenehme Aufgabe brauchst, die du angehen willst/musst
  3. Stelle die Sanduhr so auf, dass sie nicht direkt in deinem Blickfeld ist, aber auch nicht zu weit weg
  4. Du weisst, dass du jetzt nur zehn Minuten an deiner Aufgabe arbeiten willst. Drehe also die Sanduhr um und leg los

 

Wenn du jetzt wieder auf die Sanduhr guckst,

  • bist du entweder mit der Aufgabe fertig
  • oder du bist so im Schwung, dass es nicht wichtig ist, dass die Sanduhr abgelaufen ist
  • oder es ist tatsächlich Zeit, etwas anderes zu tun. Dann hast du aber zehn Minuten an deiner Aufgabe gearbeitet

Sehr praktisch! Und übrigens: Für die meisten Arbeiten braucht man viel weniger Zeit als man sich vorgestellt hat. Das Abtauen und Putzen meines Kühlschranks war in 35 Minuten erledigt und … o je … wie lange hatte ich es vor mir hergeschoben!